Berufsbild

„Ich werde Feuerwehrmann!“  Diese Antwort erhält man häufig, wenn man kleine Kinder nach ihrem Berufswunsch fragt. Eine gute Wahl! Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, zählen zu der Berufsgruppe, denen die Bevölkerung am meisten Vertrauen entgegen bringt. Verwirklichen kann man sich sowohl bei einer Freiwilligen Feuerwehr, als auch bei der Berufsfeuerwehr. Berufsfeuerwehren finden wir in Deutschland in Städten ab einer Einwohnerzahl von 100.000. Grundsätzlich hat jeder die Möglichkeit sich auf ein Stellenangebot zu bewerben, dennoch müssen ein paar Grundvoraussetzungen erbracht werden, die hier in  einer Kurzübersicht dargestellt werden.

  • Welche Grundvoraussetzungen müssen für die Bewerbung zum Berufsfeuerwehrmann/ zur Berufsfeuerwehrfrau mitgebracht werden?
    Wer ein Berufsfeuerwehrmann oder eine Berufsfeuerwehrfrau werden möchte, sollte mindestens einen guten Hauptschulabschluss und eine erfolgreich abgeschlossene handwerkliche Berufsausbildung aufweisen können. Das Höchstalter am Tag der Einstellung sollte in vielen Fällen 35 Jahre nicht übersteigen (diese Vorgabe variiert je nach Feuerwehr!). Gefordert werden oft zudem das Schwimmabzeichen in Silber und ein Führerschein der Klasse B.
     
  • Welche gesundheitlichen Grundvoraussetzungen müssen mitgebracht werden?
    Die unkorrigierte Sehschärfe darf 0,5 Dioptrien nicht überschreiten. Die Atemschutztauglichkeit nach G26 muss gegeben sein, dazu sollte das Körpergewicht im Rahmen der Formel „Körpergröße in cm weniger 100 = Kilogramm Sollgewicht“ (Abweichung maximal 30 Prozent) liegen. Eine Fitness ist von Vorteil, denn ein Bewerber muss sich auch sportlich behaupten können.
     
  • Haben auch Ausländer eine Chance bei der Feuerwehr?
    Eingestellt wird, wer Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes ist, oder wer die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union besitzt. Bewerber mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht, um einen Querschnitt der Bevölkerung auch innerhalb der Feuerwehr abzubilden, was auch im Einsatz von Vorteil sein kann.
     
  • Welche Qualifizierungsmöglichkeiten bietet die Feuerwehr?
    In vielen Feuerwehren gibt es verschiedene Spezialeinheiten, das Spektrum reicht von Höhenrettern über Taucher bis hin zu Fachleuten für die Schiffsbrandbekämpfung, etwa in Hamburg, Kiel oder Lübeck. Außerdem gibt es Ausbildungen zum Drehleiter-Maschinisten, zum Bootsführer, zum Leitstellen-Disponenten oder zum Wachausbilder.
     
  • Was kann ich als Berufsfeuerwehrmann verdienen?
    Brandmeister erhalten zu Beginn ihrer Dienstzeit rund 2.000 Euro brutto im Monat. Der Familienstand und die Zahl vorhandener Kinder spielen dabei eine Rolle. Verbeamtete Feuerwehrleute müssen sich in der Kranken- und Pflegeversicherung beteiligen, sie benötigen aber weder Renten- noch Arbeitslosenversicherung.
     
  • Gibt es Aufstiegsmöglichkeiten?
    Ja. Bewährte und qualifizierte Gruppenführer aus dem mittleren Dienst können in den höheren Dienst aufsteigen. Für diesen gehobenen Dienst ist sonst normalerweise ein abgeschlossenes Studium die Voraussetzung. Die Ausbildung umfasst in der Vorbereitungsphase über zwei Jahre vier Abschnitte, es folgt der Brandinspektorenlehrgang mit entsprechender Laufbahnprüfung. Danach wäre die Funktion eines Zugführers denkbar. Aus dem gehobenen Dienst besteht auch die Möglichkeit, in den höheren feuerwehrtechnischen Dienst zu wechseln.

Bei dem Berufsbild Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau unterscheiden wir drei Laufbahnmöglichkeiten: