Brandschutzerziehung

Die Brandschutz- und Sicherheitserziehung (BSE) in den Grundschulen dient zwar in erster Linie der Sensibilisierung der Kinder für die von Bränden und Rauch ausgehenden Gefahren sowie der Schulung des richtigen Verhaltens bei Bränden und anderen Schadenfällen. Darüber hinaus bietet sie aber auch eine besonders gute Chance für die Mitgliedergewinnung. Die Feuerwehr kommt direkt mit der Zielgruppe der Grundschüler in Kontakt und kann sich hier optimal präsentieren. Durch die Einbindung von für Kinder nachvollziehbaren Experimenten, die Vorstellung der Ausrüstung und der Fahrzeuge der Feuerwehren sowie durch das Erleben der "echten Feuerwehrleute" kann leicht der Funke überspringen. Ziel ist es dann, das geweckte Interesse zu fördern und durch entsprechende Angebote auszubauen. In der Regel wünschen sich Kinder die Möglichkeit, erst einmal auszuprobieren, ob ihnen das "neue Hobby" gefällt.

Wichtig ist es, dass zu den Unterrichtseinheiten und zum Besuch bei der Feuerwehr auch das Thema einer möglichen Mitgliedschaft konkret angesprochen wird: Was erwartet die Kinder in der Jugendfeuerwehr? Wann und wo finden die Dienstnachmittage der örtlichen Jugendfeuerwehr statt? Wer ist der Ansprechpartner (Jugendwart/Betreuer)? Hierzu sollten auch Flyer an die Kinder und vor allem für ihre Eltern verteilt werden, die in der Regel nicht vor Ort sind. Um das erst einmal geweckte Interesse vertiefen und sich ausprobieren zu können, bieten sich z. B. sogenannte "Schnuppertage" an. Hier können sich die Kinder mit ihren Eltern ganz unverbindlich einen Einblick in die Feuerwehr bzw. Jugendfeuerwehr verschaffen. Nicht nur dadurch wird die Hemmschwelle für einen Eintritt geringer, auch wenn die Kinder als Gruppe (z. B. mehrere Freunde oder Klassenkameraden) diesen Schritt gehen, fällt es ihnen leichter.